über unser Vorhaben

Seit dem 19. März 2020 leben wir in Adelaide Australien. Wenn wir sagen würden, dass das ganze Vorhaben seit Jahren geplant war, würden wir lügen. Es war vielmehr eine spontane Sache. Kurz bevor unsere Tochter im August 19 auf die Welt kam, wurde der Gedanke zu einer realistischen Option. Im Januar 2020 wurde der Vertrag unterzeichnet und es gab für uns kein zurück mehr. Die Umzugsphase war coronabedingt etwas kurz und knapp, aber diejenigen, die uns gut kennen, wissen genau, dass wir spontane Menschen sind.

Auswandern auf Zeit klingt für die meisten Menschen im ersten Moment nach einem Abenteuer. Das ist es definitiv auch. Es ist ganz schön abenteuerlich die Komfortzone zu verlassen und den alten, von uns durchaus geschätzten Alltag hinter sich zu lassen. Aber auch das zurücklassen von Familie und Freunden ist ein grosser Schritt ins Unbekannte. Dieser Alltag mit gewohnten Gesichtern und nicht zu vergessen den täglichen Routinen, gibt gerade für Kinder aber auch für Erwachsene Halt und Orientierung. Einigen in unserer Familie gelang es erstaunlich schnell, sich in all das Neue einzufinden. Sie sind wohl einfach der „Typ“ dafür – so wie es mein Mann oder auch unsere Tochter ist – naja sie ist wohl im Moment einfach noch zu klein um das Ganze zu realisieren. Unser Sohn (3.5) und ich empfanden das verlassen der Komfortzone sowie der zeitweilige Verlust von sozio-kulturellen Kompetenzen bei weitem nicht so einfach. Wir wurden uns erst jetzt so richtig bewusst, welche Anpassungsleistung dabei notwendig ist. Aber dank unserer Neugier, Offenheit und positiven Einstellung zu Dingen sind wir auf einem guten Weg. Gerade ich bin sehr froh, diesen „Typ“ geheiratet zu haben, denn wir wären sonst nicht hier und so glücklich als Familie wie wir es gerade sind. Und siehe da, auch in Australien hat sich ein Alltag eingeschlichen, ein wunderschöner.

Ein Interview über die erste Zeit inmitten der weltweiten Coronakrise findet ihr unter:
https://www.expatmamas.de/neu-in-australien-corona-edition/

Mehr müsst ihr ja nicht mehr wissen, denn die meisten sollten uns ja eigentlich sehr gut kennen, mal schauen ob es nach diesen Jahren dann auch noch so ist 😉